Feldpostkarten-Projekt

Feldpostkarten-Projekt

Das Feldpostkarten-Projekt der Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V.

1347 Feldpostkarten und zwei Rechnungshefte, in denen er akribisch den Versand der Pakete notierte, bilden ein einzigartiges Dokument über den Alltag an der Front und die Erfahrung einer Gruppe von Kölnern mit ähnlichen biographischen Hintergründen und Lebenseinstellungen. Im Kreis der Funken hatte man einen besonderen Blick auf das Militär und das Soldatische. Während Ihre Vorläufer, die Kölner Stadtsoldaten, von Mitte des 17. bis Anfang des 19. Jahrhunderts als Teil des kaiserlichen Heeres und zur Bewachung der Freien Reichsstadt Köln aufgestellt waren, persiflierten die Roten Funken ab 1823 im Kölner Karneval das Militär. Als Symbol des Antimilitärischen und Verulkung strengen militärischen Exzerzierens bringen sie bis heute den „Stippeföttche“-Tanz auf die Bühne. Und bis heute legen die Funken ihren Vorläufern den vielsagenden Ausruf im Angesicht anrückender Truppen in den Mund: „Nit scheesse, he stonn doch Minsche!“

Auch vor diesem Hintergrund möchten die Roten Funken gemeinsam mit dem Kölnischen Stadtmuseum, dem rheinisch-westfälisches Wirtschaftsarchiv und der Fachhochschule Köln/Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft die Feldpostkarten als Beitrag zur Aufarbeitung des Ersten Weltkrieges und zum Gedenken an die gefallenen Soldaten präsentieren.

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